Judo u. Ringen

Trainingskurs und äußerst erfolgreiche Staatsmeisterschaft in Weiz

In der Zeit vom 26. bis zum 30. September 2022 wurde der dritte und letzte Trainingskurs des Judo-Kaders in Leibnitz abgehalten. Wie immer fand der Judo-Kader beste Trainingsbedingungen im JUFA Leibnitz vor.

 

Der Trainingskader in Leibnitz nach getaner Arbeit.

Bei diesem Kurs stand die Vorbereitung auf die am darauffolgenden Wochenende in Weiz ausgetragene Staatsmeisterschaft im Vordergrund. Auch deshalb lagen die Schwerpunkte im judotechnischen Bereich und wurden zur Zufriedenheit der Trainer mit höchstem Engagement umgesetzt.

Bei dem österreichischen Judohighlight konnte der Polizeikader das wohl beste Ergebnis aller Zeiten erringen:

Medaillengewinner: Hiden, Raffler, Höllwart und Auer.

Es gab gleich vier Mal Edelmetall für unseren Kader:

Gold ging an die Polizeischülerin Verena Hiden (BZS Graz). Verena konnte souverän ihrer Favoritenrolle entsprechen und sicherte sich neben den Meistertiteln in der Klasse U20 und U23 sowie ihrer Bronzemedaille bei den U20-Europameisterschaften zur Krönung noch den Staatsmeistertitel in der allgemeinen Klasse.

Weiters konnte Maria Höllwart (PI Flughafen Salzburg)  den Erwartungen entsprechen und gewann die Gold in ihrer Klasse. Damit qualifizierte sie sich auch für das Mixed-Team bei der WM  in Taschkent (Usbekistan) Mitte Oktober.

Die wohl größte Überraschung lieferte Pascal Auer (PI Bischofshofen), welcher auf seinem Weg zu Gold unter anderem den Nationalteam-Kämpfer und Bruder des Olympia-Medaillengewinners von Tokio, Kimran Borchasvilli, besiegen konnte und seinen größten persönlichen Erfolg feiern konnte.

Bronze ging noch an Christina Raffler (VI Graz), welche nach hervorragender Leistung bis ins Halbfinale kam. Christina zählt bereits seit Jahren zu den Stützen des Polizeikaders.
Alles in allem war es nach zwei, aus allseits bekannten Gründen, schwierigen Jahren  ein sehr erfolgreiches Jahr mit vielen Highlights. Vom Fachreferenten und seinem Team stehen einige Kaderumstellungen mit Hinblick auf die Verjüngung und die anstehenden Aufgaben an, um vor allem die sehr erfolgreichen jungen Athleten mit den besten Trainingsmöglichkeiten im Rahmen des Polizeidienstes auszustatten.

Text: Rupert Rieß

Fotos: privat

Trainingskurs in Leibnitz

Im Mai stand wie jedes Jahr der 2. Kurs des Leistungskaders Judo am Programm.

Nachdem der erste Kurs im März in Rauris bereits vielversprechend begann zeigten die Teilnehmer auch beim 2. Kurs großes Potential und hohes Engagement auf- und abseits der Judomatte.

Bei Traumhaften Bedingungen konnten alle von den Trainern Stefan Riedlsperger und Rupert Rieß geplanten Einheiten abgehalten werden. Es wurden neben dem Judo, bei dem mit österreichischen und slowenischen Spitzenathleten trainiert werden konnte, auch Kraft, Koordination und Ausdauer trainiert. Hierbei stand die Vorbereitung für die World Police Games Ende Juli in Rotterdam im Vordergrund.

Aufgrund der gezeigten Leistungen erhoffe ich mir als Fachreferent eine Vielzahl von tollen Leistungen aber auch Erfolgen bei den „olympischen Spielen“ der Polizeisportler in den Niederlanden.

Rupert Riess

Fotos: privat

 

 

Turniererfolge im Judokader

Im noch jungen Turnierjahr 2022 konnten die Athleten des Judokaders bereits zahlreiche Erfolge einheimsen.

Franziska Kaiser (PI Friedburg/OÖ) erreichte bei den Staatsmeisterschaften in Wattens in der Altersklasse U 23 den hervorragenden dritten Platz

 

Matthias Schweiger (PI Kapfenberg/Stmk)  und Christina Raffler (EGS Steiermark) konnten beim stark besetzten internationalen Turnier in Zeltweg jeweils einen ersten Platz und einen zweiten Platz erkämpfen.

Weiters belegte Matthias Schweiger beim internationalen Turnier in Györ/Ungarn den dritten Platz.

Am 21.05.2022 fand in Gallneukirchen das 27. Internationale Gallia Turnier statt. 
In der Kat. Ü50 konnten Manfred Himmelbauer (LVA OÖ) und Guido Neuhold (PI Freistadt/OÖ) jeweils in ihren Gewichtsklassen den zweiten Platz erreichen.
Matthias Schweiger musste in der Altersklasse Ü30 leider wegen Schulterproblemen vorzeitig aufgeben. Am Ende reichte es in der sehr stark besetzten Gewichtsklasse für den dritten Rang.
Andreas Trudenberger (PI Linz-Landhaus/OÖ) erreichte in der Klasse Ü40 den ersten Rang und in der Allgemeinen Klasse den zweiten Rang.

Im Zuge der ersten Bundesliga konnten sowohl bei den Damen als auch bei Herren tolle Erfolge unserer Athleten erreicht werden und diese trugen in vielen Fällen maßgeblich zu Erfolgen ihrer Teams bei.

Wir gratulieren unseren erfolgreichen Athleten herzlich!

Rupert Riess

Fotos: privat

Erfolgreicher Herbst für unsere Polizei-Judoka

Nach einer langen Durststrecke an Turnieren und Trainingslagern gelang es uns und dem österreichischen Judoverband unseren Sport wieder ein bisschen zu beleben.

In der Zeit vom 20. bis 24. September sowie vom 18. bis 22. Oktober konnten unsere Herbstkurse wie gewohnt in Leibnitz abgehalten werden.  Dabei lag das Hauptaugenmerk in der Vorbereitung auf die anstehenden Saisonhighlights mit der Staatsmeisterschaft sowie der Bundesliga.

(c) Fachreferat Judo

Bei der am 2. Oktober ausgetragenen Staatsmeisterschaft in Straßwalchen gelang es Maria Höllwarth (BZS Salzburg) den Staatsmeistertitel zu erringen. Sie setzte sich eindrucksvoll durch und verteidigte so ihren Titel aus dem Jahr 2019.

Maria Höllwart – Staatsmeisterin allgemeine Klasse (c) Fachreferat Judo

 

Franziska Kaiser (BZS OÖ) konnte einen hervorragenden 2. Platz bei der Staatsmeisterschaft erringen und musste sich erst im Finale knapp geschlagen geben.
Es ist anzumerken, dass alle Starter des Polizeikaders hervorragende Leistungen gezeigt haben und uns als Polizisten eindrucksvoll vertreten haben.

Franziska Kaiser mit „ihrer Silbernen“  (c) Fachreferat Judo

Am 23. Oktober stand der Grunddurchgang der 1. Judobundesliga an. Dabei an den Stark gingen Auer Pascal (BE Salzburg) und Niederndorfer Michael (BZS Salzburg) mit ihrem Verein Sanjindo Bischofshofen sowie Mayer Christoph (PI Bad Hofgastein) und unser Fachreferent Rieß Rupert (PI Zell am See/LKA Salzburg) für die Judounion Pinzgau.

Beide Vereine mit Polizeisportlern konnten den Einzug in das Final 4 sensationell erreichen und begaben sich somit am  23. November auf die Reise nach Gmunden.
Leider unterlagen beide Vereine in ihren Halbfinals und wurden somit 3. in der 1. österreichischen Bundesliga.

Mannschaftspräsentation beim Final 4 (c) Oliver Sellner

 

Allen in allem ist dies jedoch als großer Erfolg anzusehen, da in der höchsten Liga wie immer regelmäßig Polizeisportler unter den Leistungsträgern ihrer jeweiligen Mannschaften anzutreffen sind.

Auch wenn es für uns und alle anderen ein schwieriges Jahr war sehe ich als Fachreferent positiv in die Zukunft und hoffe, dass uns bald wieder eine normale Turniersaison ins Haus steht.

Der Judokader wünscht allen Kollegen ein besinnliches Weihnachten und einen guten Rutsch in hoffentlich wieder „normales“ Jahr 2022!

Rupert Riess

11. Bundespolizeimeisterschaften in Wien – Judo

Am 14.09.2021 fand aus polizeisportlicher Sicht der diesjährige Höhepunkt, die Bundespolizeimeisterschaften in Wien statt. Die Bewerbe wurden im Leistungszentrum in der Südstadt durchgeführt. Unser Dank gilt hierbei allen voran dem Veranstalter Anton „Toni“ Summer welcher eine hervorragende Organisation auf die Beine gestellt hatte.

Die Judoka aller Altersgruppen beim gemeinsamen Aufwärmen

Unter den 29 Startern waren neben Nachwuchshoffnungen auch einige Veteranen am Start. Dass es Starter von 18 bis 57 Jahren gab, zeigte uns einmal mehr, dass Judo ein Generationen übergreifender Sport ist und dabei das Alter nicht unbedingt eine Rolle spielt.

Glimpflicher als es aussieht ging Manfred Himmelbauers Kampf aus. Er konnte weiterkämpfen.

Somit kam es es auch zu einigen Überraschungen. Allen voran zeigte Daniel Mallaun (LPD Tirol) den jungen Startern, dass man auch noch im höheren Alter Leistungen auf Top Niveau zeigen kann und gewann die Klasse -90 kg. Aber auch unser Bundeskampfrichter Reis Wolfgang (LPD Vorarlberg) welcher sich doch bereits  in den „hohen Fünzigern“ befindet zeigte erstaunliche Leistungen und konnte in der selben Gewichtsklasse den sehr guten 5. Platz erreichen.

Der Mannschaftsbewerb ging an die Mannschaft aus Salzburg vor der „gemischten Mannschaft“. Der 3. Platz ging an die Mannschaft aus Oberösterreich.

Alles in allem war es für mich als Fachreferent eine mehr als gelungenen Veranstaltung bei welcher ich aufgrund der gezeigten Leistungen mit Freude auf kommende Großveranstaltungen blicken darf.

Bundesmeister:

Damen:
-57 kg Franziska Kaiser (LPD Oberösterreich)
-70 kg Christina Raffler (LPD Steiermark)
-78 kg Maria Höllwarth (LPD Salzburg)

Herren:
-66 kg Pascal Auer (LPD Salzburg)
-73 kg Severin Grassmair LPD Tirol)
-81 kg Can Topaloglu (LPD Wien – Cobra)
-90 kg Daniel Mallaun (LPD Tirol)
-100 kg Michael Schneiderbauer (LPD Oberösterreich – Cobra)
+100 kg Christoph Mayer (LPD Salzburg)

 

1. Judo-Kurs nach langen Lockdowns

Im Juni war es wieder so weit und es konnte nach der langen zwangsweisen Pause wieder ein gemeinsames Trainingslager des Polizeijudokaders abgehalten werden.

Der Trainingskurs vom 14. bis 18. Juni wurde wie gewohnt im JUFA in Leibnitz durchgeführt.  Da wir dort wie gewohnt beste Trainingsbedingungen vorfanden und es daher auch für uns möglich war unter den derzeitigen Bedingungen ein nahezu perfektes Trainingslager abzuhalten.

 

Aufgrund des Traumwetters wurden viele unserer Trainingseinheiten auch auf den direkt danebenliegenden Sportplatz verlegt. Aber auch die Bedingungen im JUFA ermöglichte es uns trotz aller Auflagen Kraft- und Judoeinheiten durchzuführen.

Man konnte bei den Athleten sehen, dass sie sich in der Zeit der Lockdowns körperlich fit hielten und gute Trainingsleistungen an den Tag legten. Leider war unser Sport aufgrund der Bestimmungen stark von den Einschränkungen betroffen, da es vielerorts Hallensperren und Trainingsverbote gab.

Wir hoffen, dass wir im Herbst wieder eine teilweise normale Wettkampfsaison haben und uns bei nationalen sowie internationalen Wettkämpfen unsere besten Leistungen zeigen können.

Text: Rupert Riess

Fotos: Fachreferat Judo

 

2 Judo Mädels bei den Olympischen Spielen in Tokio

Bei den in Kürze beginnenden Spielen in Tokio ist unser Polizei Team gleich mit zwei Damen vertreten.

Bernadette Graf aus Innsbruck gilt als Drittplatzierte der heurigen Europameisterschaft in Lissabon und Fünftplatzierte bei Olympia in Rio 2016 als heißes Eisen für die Spiele im Mutterland des Judos. Bernadette ist nach einer langwierigen aber mittlerweile überstandenen Verletzung wieder in der Weltspitze zurück und zählt mit Sicherheit zu den Favoritinnen in ihrer Gewichtsklasse -78 kg.

Sabrina Filzmoser, die „Grand Dame“ des österreichischen Judos, nimmt bereits an ihren vierten Spielen teil. Auch trotz oder gerade wegen ihrer bereits 41 Jahre zählt sie wie immer zu den Medaillen-Kandidatinnen in der Klasse -57 kg.
Neben zahlreichen Medaillen bei Weltcups sowie bei Welt- und Europameisterschaften ist sie Athletensprecherin beim Internationalen Judoverband. Ich denke jeder in der Judo-Welt würde der vielseitigen Athletin eine Medaille bei den Spielen gönnen.

Wir drücken also unseren Polizei-Judo-Damen die Daumen und hoffen, dass wir sie bald mit einer oder sogar zwei Medaillen wieder in Österreich begrüßen dürfen.

Termine für Olympia:
Sabrina Filzmoser:            Montag, 26. Juli
Bernadette Graf:               Donnerstag, 29. Juli

 

Fotos: Gepa Pictures / Christian Walgram

Text: Rupert Riess

Sabrina Filzmoser – Unsere Hoffnung für Tokio 2021

Wir dürfen heute unsere derzeitig einzige Judokämpferin im Spitzensportkader des BMi vorstellen.

Sabrina Filzmoser

Sabrina Filzmoser

Sabrina Filzmoser wurde am 12.06.1980 Wels geboren. Nach Abschluss der Volksschule in Thalheim und des Sportgymnasiums in Wels besuchte sie die HTL für Maschinenbau in Wels welche sie 1998 mit der Matura abschloss.

Im Jahr 1999 schloss sie sich dem Heeressportzentrum an in welchem sie bis zum Jahr 2018 verblieb. Seit 2018 gehört sie nun dem Spitzensportkader des BMI an.

Zu ihren zahlreichen Erfolgen zählen unter anderem ihre 2 Europameistertitel 2008 und 2011 sowie 2 Silber und 4 Bronzemedaillen bei den europäischen Titelkämpfen.
Auch konnte sie bei den Weltmeisterschaften 2005 und 2010 jeweils die Bronzemedaillen gewinnen.
Neben unzähligen Medaillen auf der der World Tour konnte sie die beiden Grand Slams in Moskau und Paris jeweils 2 Mal für sich entscheiden. (Vergleichbar sind diese Turniere mit Wimbledon oder Paris im Tennis)
Nebenbei wurde sie in ihrer Zeit als Heeressportlerin 6-fache Militärweltmeisterin.

Derzeit bereitet sich „Sabsi“ auf die Olympischen Spiele in Tokio vor. Dieser Traum von ihr, bei ihren 4. Olympischen Spielen, an den Start zu gehen und um die Medaillen mitzukämpfen wurde aufgrund von bekannten Ursachen um ein Jahr verschoben. Trotz ihres Alters (bei Spielen ist sie 41 Jahre alt) gilt sie nach wie vor als eine der österreichischen Hoffnungen auf eine Medaille.

Neben ihrer sportlichen Karriere studierte sie Japanologie und International Management. Dies schloss sie 2012 mit dem Titel „MBA International Management“ erfolgreich ab.

Neben dem Judo gehört ihre Leidenschaft dem Fliegen sowie den Bergen.
„Sabsi“ konnte die „Tour of the Dragons“, das längste und höchstgelegene Mountainbike Rennen der Welt in Bhutan über 254 km im Himalaya 2016 gewinnen und belegte beim „Yak Attack“, einem ähnlichen Rennen durch Nepal, jedoch 10 Tage andauernd, 2016 den 3. Platz und 2017 den 2. Platz.
Auch bestieg sie den 8163 Meter hohen Manaslu und den 6812 Meter hohen Ama Dablam.

Nebenbei besitz Sabrina den Berufspilotenschein und ist derzeit in Ausbildung zur Helikopterpilotin.

 

Links:
https://judoinside.com/judoka/494/Sabrina_Filzmoser/judo-career

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