Schießen PPS

1. Trainingskurs der PPS-Schützen im Jahr 2022

BMI Leistungskader Schießen PPS – Juni 2022; von oben links: Johann Lang, Simon Heiligenbrunner, Trainer Manfred Winkler, Reinhard Handl, Jürgen Stranz, Gerald Reiter, Fachreferent Paul Pirchner; unten von links: Margit Steurer, Andreas Orio, Klaus Gasteiger und Elisabeth Strasser

Vom 30. Mai bis 3. Juni 2022 absolvierte der BMI-Leistungskader der Großkaliberschützen den 1. Trainingskurs im Jahr 2022. Die neun Leistungssportlerinnen und Leistungssportler, der Trainer und der Fachreferent als Kursleiter rückten mit „breiter Brust“ in den Schießpark Salzkammergut-Viecht des oberösterreichischen Landesjagdverbandes in Desselbrunn, Bezirk Vöcklabruck, ein. Der Herbst 2021 hatte mit sieben Staatsmeistertiteln im IPSC-Schießsport für den Kader geendet und im heurigen Jahr sind einige bereits mit tollen Erfolgen bei Level III-Matches in Österreich und in den Nachbarländern gestartet.

Reinhard Handl und Simon Heiligenbrunner – zwei erfolgreiche Kaderschützen

Am Montag Nachmittag stand dann vorerst der Aufbau der einzelnen Stationen in den diversen Buchten des Schießparks auf der Tagesordnung. Damit das Einsammeln der Hülsen auf dem Wiesen- bzw. Schotteruntergrund leichter vonstatten geht, muss der Boden vorerst mit großen Planen ausgelegt werden und dann gilt es noch, entsprechende Targets bzw. Sequenzen von Schießparcours aufzustellen.

Simon Heiligenbrunner beim Aufbau einer Pendelscheibe

Natürlich ließen wir es uns nicht nehmen, gleich am ersten Tag noch mit dem „scharfen Schuss“ zu beginnen.

Johann Lang, Jürgen Stranz und Gerald Reiter beim Einschießen

In den folgenden Tagen wurde die gesamte Palette des IPSC-Schießsportes – auch als PPS oder dynamisches Schießen bezeichnet – trainiert. Dazu gehört das Erstschusstraining

Lisi Strasser beim Erstschusstraining

genauso wie der Wechsel zwischen nahen und weiten Zielen, zwischen ganzen, halb verdeckten oder fast verdeckten Zielen, aber auch auf bewegliche Ziele, sogenannten Pendelscheiben, die wie ein Pendel der Uhr ausschlagen und nur teilweise sichtbar sind oder sogenannten Up-and-down-Scheiben, die immer wieder hinter einer Deckung verschwinden, dazwischen aber kurz sichtbar sind.

Auch Stahlplatten und Stahlgongs in unterschiedlicher Größe sind bei so einem Training nicht wegzudenken. Zum Training gehört natürlich auch das Schießen aus unterschiedlichen Schießpositionen bzw. Starts mit verschiedenen Ladezuständen der Waffe.

Andi Oriol in extremer Position

Geschossen werden kann eben aus einer stehenden, liegenden oder

Andi Oriol – Aus Sicht des Schützen

knieenden Position, mit der schussstarken oder schussschwachen

Klaus Gasteiger und Reinhard Handl – Weak Hand Only

Hand – einhändig – mit geladener, halbgeladener oder ungeladener Waffe oder im Vorwärts-, Rückwärts- oder Seitwärtslaufen. Hier sind den Abläufen keine Grenzen gesetzt, soweit die Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden.

Klaus Gasteiger – Knieend am Boden

Klaus Gasteiger – elegant und dynamisch

Gerald Reiter – Training mit dem Revolver

Blick in die Revolvermündung bei Gerald Reiter

Manfred Winkler – 50 Meter aus sitzender Position

Natürlich durfte auch das Präzisionsschießen nicht fehlen; der Fachreferent und der Trainer lieferten sich so manches Match im Bewerb 30/30 Faustfeuerwaffe Großkaliber.

Fachreferent Paul Pirchner – Training Faustfeuerwaffe Großkaliber 30/30

Die Teilnehmer absolvieren die Trainings vorwiegend in Kleingruppen, testen verschiedene Abläufe oder Sequenzen, analysieren und diskutieren dann die Ergebnisse.

Im Hintergrund muss immer das Motto des IPSC-Schießsportes, nämlich „DVC“ (lat. Diligentia, Vis, Celeritas – übersetzt Präzision, Kraft, Schnelligkeit) beachtet werden, das heißt: nur mit einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Präzision und Schnelligkeit können hervorragende Wertungen erzielt werden.

So verging die Woche wie im Flug. Das Wetter hat sich von seiner schönsten Seite gezeigt und uns tagsüber mit Sonnenschein verwöhnt und dann abends mit Gewitterregen für Abkühlung gesorgt.

Gerald Reiter schießt auf die Ehrenscheibe

Fachreferent Paul Pirchner überreicht dem ehemaligen Trainer Florian Kendlbacher die Ehrenscheibe

Am Mittwoch, dem 1. Juni 2022, haben wir unseren Trainer Florian Kendlbacher offiziell verabschiedet. Florian stand seit 2009 dem Kader immer mit vollstem Einsatz als Trainer zur Verfügung und ging mit 1. November 2021 in den verdienten Ruhestand. Als kleine Erinnerung haben wir ihm eine Ehrenscheibe überreicht, die wir natürlich noch vorher „beschossen“ haben. Den Abend ließen wir mit Florian dann in unserem Quartier, dem Gasthof und Hotel Enichlmayr in Ohlsdorf gemütlich ausklingen. Ich möchte mich auch auf diesem Weg bei unserem langjährigen Trainer Florian Kendlbacher für seinen vorbildlichen, stets 120-prozentigem Einsatz, noch einmal recht herzlich bedanken.

Mit großer Freude präsentiert Florian Kendlbacher die Ehrenscheibe – ein Geschenk des Kaders für die großen Verdienste als Trainer

Einige von uns ließen es sich auch nicht nehmen, nach dem Training am Schießplatz noch eine kleine Runde mit dem Rad in Richtung Traunsee zu fahren, damit das Abendessen und das eine oder andere Getränk so richtig schmeckt.

Margit Steurer bei der Waffenpflege

Am Freitag ging es dann wieder heimwärts; eine schöne, aber auch intensive Trainingswoche, lag hinter uns.  Als Fachwart möchte ich mich bei den Verantwortlichen des Schießparks für die immer freundliche, äußerst zuvorkommende Art und Weise wie sie uns „beherbergen“, beim Unterkunftsgeber, aber auch bei den Sportlerinnen und Sportlern für ihre Disziplin und ihr Engagement recht herzlich bedanken. Ich bin mir sicher, die Kaderschützen werden auch heuer wieder die Latte im IPSC-Sport in Österreich vorgeben und für die gesamte Polizei herausragende Erfolge  im In- und Ausland „einfahren“.

 

Paul Pirchner

Fotos: Paul Pirchner

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