Laufsport

Laufkader-Athlet Stefan WERNER stoppt beim Training flüchtenden Schlepper und läuft beim Linz-Marathon auf Platz 19

Stefan WERNER, ein Spezialist für Marathons und lange Läufe und zudem ein „echter Wiener“, absolvierte Mitte Oktober einen seiner letzten „Long Jog’s“ in der Vorbereitung für den Linz-Marathon. Begleitet wurde er dabei von einem Freund mit dem Fahrrad. Nach etwa 20 Kilometern, in der Nähe des Wiener Flughafens bei Mannswörth, bemerkten die beiden plötzlich einen flüchtenden Mann, welcher von einem schreienden Polizisten verfolgt wurde. Der BMI-Leistungssportler und sein Radbegleiter „klinkten“ sich sofort in die Verfolgung ein und wenig später konnte der vermeintliche Schlepper schließlich gestellt und festgenommen werden. Der Ukrainer hatte zuvor seinen Lastwagen, in dem sich 13 illegale syrische Staatsbürger befanden, auf der Ostautobahn abgestellt und war zu Fuß geflüchtet. Diese unglaubliche „Story“ machte anschließend die Runde und Stefan WERNER wurde zu einer gefragten Persönlichkeit bei den Wiener Print- und Onlinemedien sowie in sozialen Netzwerken. Den Titel „Wiener der Woche“ hat er sich damit im wahrsten Sinne des Wortes erlaufen.

 

(c) privat

Knapp zwei Wochen später ging „Stef“ dann beim heurigen Linz-Marathon an den Start. Die äußeren Bedingungen am Renntag waren mit angenehm kühlen Temperaturen, Sonne und kaum Wind nahezu ideal. Die Strecke in Linz ist durchwegs flach und kann dadurch als schnell bezeichnet werden. Somit stand dem Vorhaben von WERNER, die persönliche Bestzeit von 2:38:10 zu unterbieten, nichts mehr im Wege. Er lief von Beginn an ein „flottes“ Tempo und absolvierte die erste Halbzeit in sehr guten 1:18:23 – genau nach Plan. Die zweite Hälfte verlief dann jedoch etwas schwerer als erwartet und ab Kilometer 30 musste der Laufkader-Athlet sein Tempo ein wenig reduzieren. Stefan kämpfte sich Kilometer um Kilometer näher in Richtung Ziel und finishte schließlich in guten 2:40:51. Immerhin konnte er sich mit dieser Zeit unter den Top 20 klassieren, nämlich auf dem 19. Gesamtrang.

Stefan WERNER: „Dieser Marathon war hart, ich bin mit der gelaufenen Zeit dennoch zufrieden. Ich denke, man kann für nächstes Jahr darauf aufbauen – Stichwort USPE-EPM im Marathon in Eindhoven. Leider war ich im Vorfeld auch nicht ausreichend regeneriert, wie sonst vor einem Marathon.“

Markus Poll

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