Schi Alpin

Saisonstart mit „Sommertreffen“ samt Verabschiedung von „Oldie“ Klaus Waldner und Martin Bischof

Nach einem Jahr coronabedingter Pause waren unsere Vorarlberger heuer aufgerufen die seit einigen Jahren üblichen „Sommertreffen“ für unser Team zu organisieren. Dabei geht es darum, dass jedes unserer Teammitglieder den anderen seine Heimat präsentiert. Die Mannschaft kann sich dann auf Freizeitbasis für zwei bis drei Tage ungezwungen zum Teambuilding treffen und Typisches der jeweiligen Region kennenlernen. Jedes Mal ein erfreulicher Beginn der neuen Saison und eine „Riesengaudi“.

Unter der Federführung von Martin Bischof unter Mitwirkung von Peter Struger und Klaus Waldner haben die „Xi’s“ das heuer super gemacht. Die angereisten Teammitglieder konnten schöne Tage in Au im Bregenzerwald, der Heimat von Martin, verbringen.

Sogar der Regenschirm war wegen des sintflutartigen Regens notwendig.

So trafen sich 9 „Schifahrer“ – die übrigen waren aus dienstlichen Gründen verhindert – in den Abendstunden des 14. Juli bei Martin. Sie verbrachten nach dem Abendessen einen geselligen Abend. Aufgrund des einsetzenden und laut Wetterbericht am Folgetag anhaltenden starken Regen musste die geplante Mountainbiketour rund um den „Kanisfluh“ abgesagt werden. Sie fiel buchstäblich ins Wasser! Es war das Wochenende, welches in ganz Österreich zu großen Überschwemmungen führte.

So starteten wir nach einem Frühstück, gut ausgerüstet mit Regenbekleidung und sogar Regenschirm zum Übergang nach Schönenbach bei Bizau. Auf der Strecke lag eine urige Kuhalm, wo wir kurz einkehrten, um uns ein wenig zu stärken. Dabei kam es schon zu Verkaufsgesprächen zwischen unserem Tiroler Braunviehzüchter Markus Klingenschmid und dem Almbauern. Sicherheitshalber wurden Telefonnummern ausgetauscht.

Zum Aufwärmen im Kuhstall – Trainer „Bogi“ mit Lsp „July“. Der Name der Kuh ist der Redaktion nicht bekannt 😉

 

Nach kurzer Rast ging es dann nach Schönebach, wo die besten „Käsknöpfle“, die ich je gegessen habe, serviert wurden. Von dort weiter nach Bizau, wo wir die Baustelle für Martins neues Wohnhaus besichtigen durften. Dabei stellten wir fest, dass das Haus ganz schön groß ist – aber Martin ist mit seinen 195 cm ja auch nicht gerade der Kleinste.

Am Abend kehrten wir wieder in die Unterkunft in Au zurück und verbrachten einen weiteren geselligen Abend, bevor wir am nächsten Vormittag abreisten.

Aber da war doch noch etwas:

Die Sommergaudi wurde auch zu einer Abschiedsparty für Martin und Klaus. Die beiden haben ihre Karriere beim Österreichischen Polizeileitungskader Schi Alpin beendet.

„Kluus“ in neuer FIS Uniform und seinem Abschiedsgeschenk.

Unser „Oldie“ Klaus begann in der Saison 2001/2002 beim damaligen Gendarmeriekader und war nach der Zusammenlegung der Exekutivkörper Läufer im vereinten Österreichischen Polizeikader Schi Alpin. Er war stets ein engagierter und einsatzfreudiger Läufer und bis zu unserer letzten Saison 2019/20 top in Form. Während seiner aktiven Zeit war er lange auch erfolgreich im Skicrossweltcup für Österreich am Start. Nach Beendigung der Karriere als ÖSV Athlet blieb er dem Skicross treu und wurde immer wieder von der FIS als Streckenbauer eingesetzt. Im Sommer 2020 wurde ihm, wohl aufgrund seiner hohen Kompetenz im Skicross, die Position als Renndirektor bei der FIS angeboten. Diesen Topjob übt er seither hauptberuflich aus. Somit war natürlich seine Karriere im Polizeikader beendet.

Auch Martin hatte mit seinen neuen „Hölzlern“ gut lachen.

Martin begann nach Eintritt zur Polizei noch in der Saison 2014/15 seine erfolgreiche Karriere beim Leistungskader Schi alpin und war sofort unser absoluter Leistungsträger. Neben zahlreichen Österreichischen Meistertiteln feierte er bei den Polizeieuropameisterschaften 2017 in Hinterstoder wohl seine größten Erfolge. Neben einem Europameistertitel war er trotz Konkurrenz von heute noch aktiven Weltcupläufern der erfolgreichste Teilnehmer dieser Bewerbe. Martin ließ im Riesentorlauf bei diversen Exekutivmeisterschaften mehrere Male die gesamte Konkurrenz hinter sich und errang trotz Konkurrenz von zahlreichen Österreichischen Weltcupläufern innerhalb der Exekutive einige Meistertitel. Leider stoppten ihn immer wieder seine Rückenprobleme, weshalb Martin nach 2019/20 seine Karriere im Polizeikader beenden musste.

Natürlich ließen wir die beiden am letzten Abend noch hochleben und verabschiedeten sie mit einem typischen Geschenk für die „Wälder“. Ihnen wurden personalisierte „Hölzler“ überreicht, damit wir ihnen noch lange in Erinnerung bleiben.

Abschließend bleibt zu sagen, dass wir zwei sehr wertvolle Läufer aus dem Kader verloren haben. Sie waren sowohl menschlich als auch sportlich sehr geschätzt und sie werden eine Lücke hinterlassen. Es bleibt nur, danke für den jahrelangen Einsatz zu sagen! Ich bin mir sicher, dass wir die zwei trotzdem wiedersehen werden, zumal sich zu ihnen eine tiefe Freundschaft entwickelt hat. Die Einladung zum nächsten Sommertreffen steht.

Natürlich gilt es auch noch, danke an unsere drei Voralberger für die Ausrichtung des diesjährigen Treffens zu sagen.

Klaus und Martin wünschen wir alles Gute für ihre Zukunft und freuen uns heute schon auf ein Wiedersehen.

 

Fotos & Text: Reinhard Rudigier, Trainer

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