Schi Nordisch

Tour de Ski – Alpe Cermis

Polizei Spitzensportlerin VB/S Nathalie Schwarz und Theresa Stadlober präsentieren sich in der Weltklasse!

Grande Finale in Val di Fiemme – Tesero

Die „VIESSMANN FIS Tour de Ski  Performance by CRAFT“ ist seit zehn Jahren fixer Bestandteil im Weltcup und feierte heuer dieses Jubiläum. Sie wurde der Überlegung zufolge installiert, ein mehrtägiges Etappenrennen in verschiedenen Disziplinen durchzuführen, heißt also 8 Wettkämpfe in 10 Tagen. In dieser Saison fand der Auftakt in Lenzerheide (CH) statt. Danach ging es weiter nach Oberstdorf, das kurz davor die 4ST-Springer verlassen hatten, dann nach Alto Adige (Südtirol) um in Toblach Station zu machen und schließlich als Abschluss in die WM Region Fassatal nach Tesero. Diese Hinweiszeichen lassen wohl sehr eindeutig erkennen, bei  welcher Ausfahrt es da zum nordischen Stadion geht.

Kreisverkehr in Tesero

Kreisverkehr in Tesero

Österreichische Teilnehmer

Die österreichischen Nationalkader Langläufer waren bis zu den Rennen in Val di Fiemme bei den Herren durch Bernhard Tritscher und den Damen Theresa Stadlober und Nathalie Schwarz vertreten. Während die Damen die Tour beendeten, stieg Tritscher vor dem Finale aus. Österreichs Team mit viel Freude und Spaß bei der Sache, „nur noch“ ein Rennen, und dann ist`s vorbei mit der Plagerei!

Österreichs Team; vlnr: Alois Stadlober, Rudi Janach, Martin Stockinger, Theresa Stadlober, Manfred Hischläger, Nathalie Schwarz, Angelika Zierler, Dietmar Miklautsch, Valentina Vuerich;

Österreichs Team; vlnr: Alois Stadlober, Rudi Janach, Martin Stockinger, Theresa Stadlober, Manfred Hischläger, Nathalie Schwarz, Angelika Zierler, Dietmar Miklautsch, Valentina Vuerich;

Als Bundesrefent Nordisch habe ich natürlich Bezug zu unseren SpitzensportathletInnen. Am Sonntag, 10.01.2016 konnte ich meinem Wunsch nicht mehr widerstehen und schaute mir die Schlussetappe live an. Schon sehr viel Begeisterung und Herzblut dabei, denn die Anreise von Murau über Lienz und dem Pustertal ist, obwohl es vom Wochentag her passt, kein Sonntagsausflug. Da geht`s schon um die 350 Kilometer in eine Richtung und insgesamt sind`s dann 8 Stunden im A4. Am Vortag noch beim Volkslanglauf in Ramsau im Einsatz, blieb auch keine längere Anlaufzeit übrig. Ich genoss es aber und wurde mit einer tollen Atmosphäre belohnt.

Theresa Stadlober und ...

Theresa Stadlober und …

Nathalie Schwarz bei Km 8,1

Nathalie Schwarz bei Km 8,1

Serviceteam – Rudi Janach

„Unser Jungpensionist“ Rudolf „Rudi“ Janach, zuletzt GrInsp auf der AGM Dienststelle in Villach, PI Bahnhof ist DER Speziallist, wenn es um die besten Schi geht. Seiner Routine vertrauen die AthletInnen, haben sie doch durch Rudi und seinen Kollegen sehr gutes, aber vor allem konkurrenzfähiges Material. Ein Kurzbesuch mit Smalltalk in der Wachshütte bzw -container im Servicebereich des Stadions in Tesero.

Rudi Janach in seinem Element.

Rudi Janach in seinem Element.

Selfi mit ÖSV Langlaufreferent Dietmar Miklautsch und Rudi Janach

Selfi mit ÖSV Langlaufreferent Dietmar Miklautsch und Rudi Janach

 

Es geht aber auch anders. Etliche Nationen verfügen bereits über riesige Sattelkraftfahrzeuge, wo die gesamte Technik Platz findet und quer durch alle Weltcuporte Europas gekarrt wird.

Service LKW Deutschland!

Service LKW Deutschland!

Schon spannend, zumal ich mich in den abgesicherten akkreditiertem Bereich begeben musste um höchste Technik, Chemie und wohl auch das eine oder andere Wachsgeheimnis „nicht“ gesehen zu haben…

Langlaufweltcup der Spitzenklasse

Vom Start/Zielbereich des WM-Stadions in Tesero verläuft die Strecke der Schlussetappe an der Südseite des Tales bis zur Schistation Alpe Cermis. Dort führt eine 6-er Gondelbahn die Alpinschifahrer hinauf in ein wunderschönes Schigebiet. An diesem Tag konnten sie aber nicht herunter fahren, weil die Piste für die Langläufer gesperrt wurde.

Dieser Saloon war eine der Verpflegungshütten

Dieser Saloon war eine der Verpflegungshütten


Volksfeststimmung pur mit verschiedene Hütten, wo für Getränk und Verpflegung gesorgt wurde. Insgesamt haben die Athletinnen und Athleten eine Strecke von 9 Kilometer zu bewältigen. Zuerst 6 Km bis zum Lift und dann harte 3 Km hinauf bis zur Mittelstation.

Tour de France – nur mit Schnee

Keine Übertreibung, es sind tatsächlich derartige Zustände. Folgen die Langläufer üblicherweise der Loipentrasse, so werden bei diesem Anstieg Tore gesteckt, und zwar jene der Snowboarder. Um die Steilheit des Hanges einer Rhythmisierung der AhtletInnen anzupassen, gibt es etliche Serpentinen – ein kleiner Trost!

Serpentinen um die Steilheit des Hanges abzufedern

Serpentinen um die Steilheit des Hanges abzufedern

Viele sportliche Zuschauer nutzen die Gelegenheit und bewältigen diese Strecke mit den Tourenskiern, einige Langläufer auch mit den Skatingschiern. Der Großteil aber war zu Fuß unterwegs. Diese Aufnahme sollte die Steilheit erkennen lassen – ohne Worte!

... so steil ist es tatsächlich!

… so steil ist es tatsächlich!

Schätzungsweise 4.000 Zuschauer entlang der Piste auf ca 3 Km, im Ziel nochmals an die 500 Zuseher. Ein tolles Erlebnis für alle, zumal es keine Absperrung zu den Läufern gibt. Lediglich eine Farbmarkierung im Schnee gibt den abgesicherten Kurs vor. Fans aus vielen europäischen Ländern, markant die Schweizer mit ihren übergroßen Glocken und den Alphörnern. Leider musste ihr Idol, Dario Cologna aufgrund einer Verletzung passen und aus der Tour aussteigen.

... ein Spalier der Fans...

… ein Spalier der Fans…

Angefeuert werden alle, alleine für diesen Augenblick dürfte es sich lohnen, den Ehrgeiz aufzubringen, beim Finale der Tour de Ski dabei zu sein, ob als Athlet oder Fan.

Damenstart um 14:00 Uhr:  Gestartet wird im Abstand der Zwischenwertung nach neun Rennen. Wer also als erste die Ziellinie überquert, darf sich „Tor de Ski – Siegerin 2016“ nennen. Um die Spannung auch für die etwas weiter hinten platzierten Athletinnen hoch zu halten, werden von Startnummer 25 bis 34 und 35 bis 43 sogenannte Wellenstarts durchgeführt. Da sind es pauschal nur mehr zwei Minuten Startintervall von Startnummer 24 auf 25 und von 34 auf 35. Diese laufen dann in einem Massenstart weg, der tatsächliche Zeitrückstand wird am Ende dann berechnet. Deshalb kommt es vor, dass die Zielüberquerungen nicht mit dem Endresultat übereinstimmen.

Herrenstart um 15:40 Uhr:  Dasselbe Prodezere, derselbe Modus bei den Herren. Die Schipiste leuchtet schon im Flutlicht der großen Lichtmasten.

Kilometer 8,1:

Nur noch 700 Meter bis zum Ziel. Diesen „Platz“ sicherte ich mir mit der „Frau Präsidentin“. Roswitha Stadlober, Vizepräsidentin im ÖSV betreute natürlich ihr Mädl, Tochter Theresa, die noch die Chance hatte, wenn auch gering, in die Top Ten zu laufen. Ein nettes Wiedersehen mit Roswitha, wir kennen uns seit 1978, unserer gemeinsamen Schulzeit in der Schihandelsschule Schladming. Damals noch als Slalomläuferin Roswitha Steiner.

Roswitha freut sich mit Tochter "Teri" Theresa über deren gute Leistung.

Roswitha freut sich mit Tochter „Teri“ Theresa über deren gute Leistung.

Nathalie Schwarz ist ebenfalls sehr gut unterwegs.

Nathalie Schwarz ist ebenfalls sehr gut unterwegs.

 

Es war tatsächlich nur zuschauen möglich, der Lärm der Kuhglocken verhinderte jeglichen Versuch eines Gesprächs, zu laut waren sie. Die Läuter selbst standen mit ihren Ohrstöpsel da und hatten ein breites Grinsen aufgesetzt.

Martin Johnsrud SUNDY läuft ebenso ungefährdet ...

Martin Johnsrud SUNDY läuft ebenso ungefährdet …

... dem Sieg entgegen wie Theresa JOHAUG

… dem Sieg entgegen wie Theresa JOHAUG

 

Die Weltklasse so nah zu erleben, ist auch etwas Besonderes. Das Who is who des Langlaufs. Bei den Herren Martin Johnsrud SUNDBY, mehrmaliger Weltmeister und Weltcupsieger, bei den Damen ebenfalls aus Norwegen, ebenfalls mit Edelmetall in Gold, Silber und Bronze versehen,  Therese JOHAUG, die am Schlussanstieg die bis dahin führende Ingvild F. Oestberg überholte und zum norwegischen Doppelsieg lief. Die Tagessieger am Berg waren auch die Gesamtsieger. Das verdeutlicht auch die imense Überlegenheit der beiden Sieger. Sundby benötigte für 9 Kilometer 30,47,0 min,  Johaug: 33.14,8 min.

Polizisten unter sich

Polizisten unter sich

Nathalie Schwarz und Theresa Stadlober

Nathalie Schwarz und Theresa Stadlober

 

Theresa Stadlober verbesserte sich mit der Etappenzeit von 35:43,1 min und Rang 11 auf die Alpe Cermis auch in der Gesamtwertung auf diesen hervorragenden Endrang. Nathalie Schwarz überzeugte ebenfalls am Schlussanstieg mit der Zeit von 36:14,5 min (19. Rang) und belegte in der Endwertung Rang 31.

Roswitha und Manfred

Roswitha und Manfred

Manfred, Nati, Teri, Valentina Vuerich, Angelika Zierler

Manfred, Nati, Teri, Valentina Vuerich, Angelika Zierler

 

Großartige Leistungen „unserer“ Damen im internationalen Vergleich – HERZLICHEN Glückwunsch und Alles Gute weiterhin.

Bundesreferent Nordisch Manfred Dengg

Bundesreferent Nordisch Manfred Dengg

Sponsoren Nordisch

Sponsoren Nordisch

 

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