Schi Alpin

Exe 2015

Bundesmeisterschaften der österreichischen Exekutive und Finanzverwaltung 2015 in Pichl/Reiteralm – eine alpine Erfolgsgeschichte

Unter dem oben genannten sperrigen Titel wurden die Exekutivmeisterschaften von 16. – 20. März 2015 in Pichl/Mandling durchgeführt. Das BM für Justiz, mit der Cheforganisatorin ADir Edith Gödl und Helmut Reinisch war Garant dafür, dass alles bestens klappen würde.

Die Riege der Polizei-Spitzensportler wurde von der aktuellen Ski Cross Weltmeisterin Andrea Limbacher und dem Weltcup-Routinier Reinfried Herbst angeführt. Weiters verstärkten Marc Digruber, der direkt von Rennen aus Japan zu uns gestoßen war, und der Europacupläufer Johannes Strolz das Team. Als 10. der Abfahrts-Weltrangliste war Max Franz an der Teilnahme verhindert, denn zum selben Zeitpunkt fand das Weltcupfinale in Meribel statt.

Die Leistungssportler reisten fast vollständig an. Lediglich einer unserer besten Slalomläufer, Jank Rudolf,  mußte mit Fieber zu Hause das Bett hüten. Dass die Formkuve der Mannschaft stimmte, war eine Woche zuvor beim letzten Trainingskurs bewiesen worden.

Besonders erfreulich war die Teilnahme von 47 Polizisten der Landespolizeisportvereine und einer Mannschaft aus der Schweiz.

Fototermin in der herrlichen Landschaft der Reiteralm mit dem Dachstein im Hintergrund (vlnr. Sportleiter ÖPOLSV Pinkel, SX Weltmeisterin Limbacher, SX Cheftrainer ÖSV Posch, FRef alpin Pilz)

Fototermin in der herrlichen Landschaft der Reiteralm mit dem Dachstein im Hintergrund (vlnr. Sportleiter ÖPOLSV Pinkel, SX Weltmeisterin Limbacher, SX Cheftrainer ÖSV Posch, FRef alpin Pilz)

Polizei Spitzensportler am Start der Exekutivmeisterschaften mit dem Fachreferenten alpin (vlnr. Digruber, Pilz, Herbst)

Polizei Spitzensportler am Start der Exekutivmeisterschaften mit dem Fachreferenten alpin (vlnr. Digruber, Pilz, Herbst)

 

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BezInsp Reinisch als Verantwortlicher der Alpinbewerbe bei seiner Ansprache.

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Stimmungsvolle Eröffnungfeier im Langlaufstadion Ramsau

Montag, 16. März 2015

Nach der Anreise aller Teams fand um 16:00 Uhr im Langlaufzentrum Ramsau die erste Mannschaftsführersitzung statt. Neben den alpinen Trainern waren auch die nordischen Vertreter anwesend. Die alpinen Belange trug in souveräner Art der Rennleiter Reinhard Kornberger, Bruder des Leistungssportlers und späteren Siegers im RSL, Christoph Kornberger vor. Doch zu den Ergebnissen später.

Um 19:00 Uhr startete die feierliche Eröffnung der Meisterschaften im Langlaufzentrum Ramsau unter Beteiligung der Ehrengäste und der örtlichen Bevölkerung. In Ansprachen wurde immer wieder die Bedeutung der körperlichen Fitness für den Exekutivdienst angesprochen. In Zeiten der budgetären Verknappung keine Selbstverständlichkeit und hoffentlich kein Lippenbekenntniss.

Dienstag, 17. März 2015

Unter strahlendem Sonnenschein, der uns die gesamte Woche begleiten sollte, wurde um 10:00 Uhr auf perfekt präparierter Piste der Riesenslalom gestartet. Das Ziel des Polizeiteams war natürlich, innerhalb der jeweiligen Klassen so viele Podestplätze als möglich zu erringen. Trotzdem kommt bei Exekutivmeisterschaften noch eine weitere Komponente zu tragen: Durch die Anwesenheit von alpinen Weltklasseathleten ist der Ehrgeiz hoch, zeitlich so knapp wie möglich an diese heranzukommen. Dieses Mal befanden sich neben den Polizeispitzensportlern auch die amtierenden Teamweltmeister Philipp Schörghofer und Christoph Nösig am Start.

Dass dieses Ziel nicht nur erreicht, sondern die Ergebnisse in die Geschichte des Polizei Leistungssportes eingehen sollten, konnte am Morgen des Riesenslaloms noch niemand wissen.

Entgegen unserer Erwartungen wurde durch den Trainer von Schörghofer und Nösig ein relativ enger und drehender Lauf gesetzt. Unsere Sportler konnten sich auf diesem Umstand besser als seine Sportler einstellen. Nach dem ersten Durchgang stand fest, dass es bei den Herren im entscheidenden 2. Lauf einen harten Kapf um den Gesamtsieg geben würde. Und noch etwas war sensationell: Nicht ein Weltklasse-Athlet der Finanz führte die Wertung an, sondern der Polizei- Leistungssportler Martin Bischof.

Alles wartete gespannt auf die Entscheidung. Würde Bischof seine gute Fahrt wiederholen können und damit sogar gewinnen? Als Martin die Ziellinie überfahren hatte, war die erste Sensation der Meisterschaften perfekt: Alle Podestplätze in der Rennklasse wurden durch Polizeiläufer gewonnen. Das hatte es noch nie gegeben. Der Drittplatzierte und Slalomspezialist, Marc Digruber lag noch 0,29 Sekunden vor Schörghofer. In der Leistungsklasse wären mit ihren Gesamtzeiten 8 weitere Polizeisportler auf dem Podest in der Rennklasse gelandet. Damit konnte trotz der unterschiedlichen Skiradien niemand rechnen, zumal Digruber mit dem selben Skiradius als die Weltcup Topathleten unterwegs war.

Bei den Damen wurden durch Julia Agerer und Alina Grischnig 2 Podestplätze in der Damen Leistungsklasse gewonnen. Die Leistungsklasse Herren gewann Christoph Kornberger vor Uli Andexer und Thomas Bogensperger. Somit belegten Polizei-Leistungs und Spitzensportler von neun möglichen Podestplätzen acht „Stockerl“!

 Riesenslalom Damen

Limbacher

Grischnig

Agerer

Agerer

 

3 Polizisten auf den Weg zu einem historischen Sieg.

3. Platz Rennklasse Digruber

3. Platz Rennklasse Digruber

2. Platz Rennklasse Strolz

2. Platz Rennklasse Strolz

1. Platz und Tagesbestzeit Bischof

1. Platz und Tagesbestzeit Bischof

 

Nach einer Knieluxation vor 3 Jahren auf der Weltcupabfahrt Streif wieder voll im Einsatz: Michael Baumann

Nach einer Knieluxation vor 3 Jahren auf der Weltcupabfahrt Streif wieder voll im Einsatz: Michael Baumann

Mittwoch, 18. März 2015

Mit Euporie und Schwung wegen der Ergebnisse des Vortages startete unser Team in den Slalom. Wieder unter hervorragenden äußeren Bedingungen kam es neuerlich zu einer überraschenden Führung im ersten Durchgang. Der Spitzensportler des Bundesheeres, Marco Schwarz verwies die Legende Reinfried Herbst und den zweiten Weltcupathleten Marc Digruber sowie den Sieger des RS, Martin Bischof auf die Plätze. Bei den Damen war die Reihung nach dem 1. Lauf unter anderen Vorzeichen ebenso überraschend. Die im RS dominierende Leistunssportlerin Julia Agerer hatte zur Führenden Alina Grischnig bereits einen Respektabstand von 0,89 Sekunden.

Bei den Herren erfolgte ein Generalangriff auf den hausragend fahrenden Schwarz. Herbst, Bischof  und Digruber gaben alles, um noch zu gewinnen. Mit Ausnahme von Digruber legten sie optimale Fahrten vor. Digruber hatte im Mittelteil nach grandioser Fahrt Pech und fädelte spektakulär ein. Marco Schwarz ließ sich nicht beirren und gewann mit zwei mal Laufbestzeit souverän den Slalom.

Bei den Damen veränderte sich die Reihung aus dem ersten Durchgang nicht mehr, Grischnig fuhr mit sehr guter Leistung den Sieg vor Agerer nach Hause.

Für eine Überraschung in der Leistungsklasse sorgte der Sieger Christoph Schmeisser. Noch nie hatte ein Läufer aus dem Ressort der Justiz diese Klasse gewonnen. Nach zwei Husarenritten erreichte er die Gesamtbestzeit und somit den ersten Platz. Uli Andexer und Michael Rattensperger von der Polizei landeten auf den weiteren Plätzen.

Am Ende des Slaloms hatten die Polizeisportler der Leistungs- und Rennklasse wieder sechs von acht möglichen Podestplätzen erkämpft.

Slalom Leistungsklasse Damen

Gold Grischnig

Gold Grischnig

Silber Agerer

Silber Agerer

 

Slalom Rennklasse Herren

2. Herbst

2. Herbst

3. Bischof

3. Bischof

 

Slalom Leistungsklasse Herren

Sensationssieger Schmeissner (Justiz)

Sensationssieger Schmeissner (Justiz)

2. Andexer

2. Andexer

3. Rattensperger

3. Rattensperger

 

Mannschaftsfoto der Polizei-Leistungs und Spitzensportler mit den schweizer Kollegen und dem Präsidenten ÖPOLSV.

Mannschaftsfoto der Polizei-Leistungs und Spitzensportler mit den schweizer Kollegen und dem Präsidenten ÖPOLSV.

Auch der "Haus- und Hoffotograf", Bruno Guttmann, ließ sich ein Bild mit unserer Weltmeisterin nicht entgehen.

Auch der „Haus- und Hoffotograf“, Bruno Guttmann, ließ sich ein Bild mit unserer Weltmeisterin nicht entgehen.

Donnerstag, 19. März 2015

Wie bei jeder Exekutivmeisterschaft der jüngeren Geschichte, stand auch diesmal ein Parallel-Slalom auf dem Programm. Die 32 besten Herren bzw. 16 Damen des Riesenslaloms hatten sich qualifiziert. Der besondere Reiz dieses Bewerbes ist, dass durch die head-to-head Duelle ganz andere schifahrerische Komponenten in den Vordergrund treten. Das war schon in den ersten Duellen bemerkbar. Kollegen, die aus Freude am Skifahren an den Exekutivmeisterschaften teilnahmen, gaben ihr Bestes. Einige schafften es sogar, namhafte Gegner aus dem Bewerb zu werfen. Besonders den Oberösterreichern Kurt Arnold und Mario Filz gelang diese Kunststück in der ersten Runde.

Für die Anderen wurde es von Runde zu Runde immer enger. Einige spektakuläre Szenen, wie Überschläge aus der Startbox wegen Frühstarts und dramatische Zweikämpfe bis zur Ziellinie begeisterten die Zuschauer.

Zum Schluss setzte sich aber wieder der Sieger des SL, Marco Schwarz vom Bundesheer durch. Er gewann mit wenigen Tausendstel Sekunden vor dem Überraschungsfinalisten und Polizei-Leistungssportler Markus Klingenschmid. Den dritten Platz belegte im kleinen Finale Peter Struger vor Werner Hinterberger, beide Angehörige des Polizeikaders alpin.

Nach einer würdigen Siegerehrung im Zielbereich wurde der letzte Alpinbewerb der Meisterschaften beendet.

OK-Leitung: ADir Edith Gödl und BI Helmut Reinisch!

OK-Leitung: ADir Edith Gödl und BI Helmut Reinisch!

PSL: 2. Grischnig 1. Limbacher 3. Agerer (alle BMI)

PSL: 2. Grischnig 1. Limbacher 3. Agerer (alle BMI)

2. Klingenschmid (BMI), 1. Schwarz (BH), 3. Struger (BMI)

2. Klingenschmid (BMI), 1. Schwarz (BH), 3. Struger (BMI)

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Resumee der Meisterschaften:

Ohne zu übertreiben, wardie Organisation der Exekutivmeisterschaften vom Team des BM für Justiz vorbildlich. Bleibt, wie schon oben angeführt zu hoffen, dass die Bekenntnisse aller beteiligter Ministerien zum Dienstsport nicht trotzdem im Sande verlaufen.

Was die Erfolge auf Polizeiseite anbelangt, sind die Exekutivmeisterschaften 2015 als historisch zu bezeichnen. Von möglichen 70 Podestplätzen wurden durch die Polizei 44 errungen. Im Spitzen- und Leistungssport kam es zu einer Quote von 23 möglichen und 20 tatsächlich gewonnenen Medaillenplätzen. Zusätzlich ist das Ergebnis im Riesenslalom von acht Leistungsportlern zu erwähnen, die mit ihrer Laufzeit in der höheren Rennklasse auf dem Podest gestanden wären.

Last but not least sind auch die 47 PolizeibeamtInnen vor den Vorhang zu holen, welche als “Hobbyrennfahrer” teilgenommen haben. Die Leistungen und ihre Einsatzbereitschaft waren hervorragend. Zusätzlicher Dank gebührt jenen Landespolizeidirektoren, die mit der Gewährung von Sonderurlaub die Teilnahme der KollegInnen unterstützten. Am Ende des Berichtes dürfen auch nicht die Sektionsleiter der Polizeisportvereine unerwähnt bleiben. Nach unserer gemeinsamen Besprechung im Herbst 2014 ist schon wegen der erhöhten Teilnehmerzahl an den Meisterschaften ihr Einsatz erkennbar.

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen – deshalb noch einmal Dank an alle für die Unterstützung zur Erhaltung gesunder, leistungsbereiter PolizistInnen!

HP Pilz
Fachreferent

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