Allgemein

USIP und Sport & Security

13. USIP Kongress und 1. Sport & Security Konferenz

Im März diesen Jahres wurde der 13. USIP Kongress sowie die 1. „Sport & Security“ Konferenz  in Kuwait City abgehalten.

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GendSekr USIP Sandro Dirckx, Femke Dekker (Olympiazweite 2008 im Rudern), Liberda

Vorweg kann gesagt werden, dass die  Aufbruchsstimmung,  die beim 12. Kongress  im Jahre 2012 zu spüren gewesen war, ihre vertiefende Fortsetzung fand. So wurde die Generalsversammlung und Neuwahl der USIP mit der 1. „Sport & Security“ Konferenz  erweitert, zu der renommierte Vortragende geladen waren:

Dr. Jamaan Rasheed Ben Raqoosh President of Naif Arab University for Security Sciences
B.G. Abdel Malik M A Jani Member of the UAE Modern Pentathlon Committee
Dr. Abdullah Musfir Al-Hayyan Head of National Sport Arbitral Tribunal
Dr. Rob Koehler Dir. Education @ Program Development WADA
Dr. Gabriela Andreiasu Dir. Romanian Anti – Doping Agency
Dr. Jasem Ramadan Medicine at Kuwait University
Dr. Taha Abdulrahman Al-Jasser Department of Physical Education and Sport
Dr. Mused Al-Najjar Brigadier – General
Sandro Dirckx Secretary General of the USIP
Johann Daxbacher Member of the Int. Judo Federation
Marcelo Rezende President of Brazilian Police Sport Federation
Wei Jizhong Vice-President of Olympic Council of Asia
Dr. Abdulrahman Al Enizee GCC Emergency Management
William D. Merrylees President of Can-Am Police&Fire Games
Husain Al-Musalam Vice President of Int. Swimming Federation
Elisabeth Allaman Head of Commercial Affairs – IOC
Abdelali El-Garni Skynews Arabia – Head of Sport News Dept
Mohammed Ezz Al-Deen Al-Kalawe Chief Editor of www.kooora.com
Femke Dekker Olympic Athlete
Elisabeth Lippa Olympic Athlete
Raad Hamoodee Head of Iraqi National Olympic Committee
Ali BoJseem Int. Football Referee

 

Eröffnet  wurde die Konferenz von keinem Geringeren als dem Premierminister und gleichzeitigem Innenminister von Kuwait.

Die Gewichtung dieser Konferenz wurde auch durch die Grußworte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, Ban Ki-Moon, unterstrichen, die von keinem Geringeren als seinem Sonderberater für Sport im Dienst von Entwicklung und Frieden,  dem Deutschen Willi Lemke, überbracht wurden. Lemke war vor seiner Berufung in dieses hohe Amt Innensenator der  Freien Hansestadt Bremen gewesen als auch Manager des Fußball Bundesligisten SV Werder Bremen. Aus dieser Funktion heraus ergaben sich am Rande der Veranstaltung Gespräche zwischen dem Präsidenten des ÖPOLSV, Willi Liberda und dem Sonderberater Lemke, zumal dieser bereits mehrmals Urlaubsgast im Heimatort des ÖPOL Präsidenten am Millstätter See in Kärnten war.

Lemke unterstrich in seinen Grußworten, dass Sport ein effektives Werkzeug zur Entwicklung , Friedensbildung und Konfliktbewältigung sei.

Sowohl die Sicherheitskonferenz als auch der USIP Kongress fanden einen beachtlichen Niederschlag in den Medien.

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Eröffnung Sicherheitskonferenz mit Premierminister von Kuwait; ganz re Präsident der USIP Sheik Ahmas Nawaf Al Ahmad Al Sabah

 

13. USIP Kongress

Der Präsident der USIP, LTG./Sheik Ahmas Nawaf Al Ahmad Al Sabah, Sohn des Kronprinzen und Neffe des Emirs von Kuwait, wurde für eine weitere Periode in seinem Amt bestätigt.

In Anlehnung an die USPE wurden die Statuten als auch die Regeln überarbeitet und einer Abstimmung zugeführt.

Spanisch ist nunmehr auch eine offizielle Sprache der USIP.

Ein  Sportkalender, der mit den Aktivitäten der USPE abgeglichen ist, wurde erarbeitet.

Im Sept. 2015 ist geplant, in Kolumbien  1st USIP World Police Games zu veranstalten:  folgende Disziplinen sollen dabei zur Austragung gelangen: Schwimmen, Leichtathletik, Radfahren, Schießen und Taekwando. Austragungsort ist die Polizeischule in der Hauptstadt Bogota.

Der Beitritt Belgiens zur USIP wurde durch keinen Geringeren, als Luc Smeyrs, Präsident der USPE unterzeichnet.

 

Resümee

Der Aufenthalt in Kuwait war wiederum von einer außerordentlichen Gastfreundschaft und damit auch Großzügigkeit geprägt, die ihresgleichen suchen. In diesem Umfeld war es ein Leichtes, neue Freundschaften zu knüpften und bestehende zu vertiefen.

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Daulat al-Kuwait

Das Emirat  Kuwait liegt  auf der Arabischen Halbinsel. Es grenzt im Norden und Westen an den Irak, im Süden an Saudi-Arabien und im Osten an den Persischen Golf. Es  hat rund 3 Mill. Einwohner auf einer Fläche von 17.818 km² : 142 Einwohner pro km².  Staatsoberhaupt ist der Emir Scheich Sabah al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah.

Die Bevölkerungsstruktur ist von einem sehr hohen Anteil ausländischer Arbeitskräfte geprägt. Im Jahre 2004 waren 24,5 % der Bevölkerung unter 15 Jahre alt! Kuwait ist eines der Länder mit dem höchsten Verstädterungsgrad (96 %). Amtssprache ist Arabisch und die Handelssprache ist Englisch. Die Beduinen als auch die Zuwanderer sind den Staatsbürgern gegenüber gesellschaftlich benachteiligt. Das kostenlose Gesundheitssystem gilt als eines der besten der Welt.

Der Großteil des Landes gehört zur Wüste ad-Dibdiba. Im Inneren befinden sich einige Oasen. Die 40 km lange Bucht teilt die Küste in zwei Teile. Im Norden ziehen sich die Schwemmlandablagerungen zum Schatt al-Arab. An der Südspitze der Bucht liegt die Hauptstadt mit ihrem geschützten Naturhafen. Südlich davon befinden sich die großen Erdölfelder, die mit den saudischen Vorkommen in Verbindung stehen. Die höchste Erhebung ( 290 m) liegt im Sandsteinplateau an der Westspitze des Staatsgebietes. Zu Kuwait gehören neun Inseln. Bubijan, die größte Insel, ist durch eine 2400 m lange Brücke mit dem Fstlans verbunden. Auf dem Südzipfel einer Halbinsel, ca 30 km nördlich von Kuwait-City, ist die Errichtung der Planstadt Madinat al-Hareer (Stadt der Seide) für 700.000 Einwohner auf einer Fläche von 250 km² geplant. Fertigstellung: 2030. Spektakulärer Mittelpunkt der durch viele Wasserflächen aufgelockerten Urbanisation soll der 1001 m hohe Wolkenkratzer Burj Mubarak al-Kabir werden.

Geschichte: aufgrund seiner geopolitischen Lage gewann das Emirat eine von Türken und Briten umworbene Stellung am Persischen Golf. Als die Bedrohung durch die Osmanen zu groß wurde, stellte sich Kuwait unter britischen Schutz. Nach der Niederlage der Osmanen im 1. Weltkrieg erklärten die Briten Kuwait zu einem selbständigen Emirat unter Britischer Schutzherrschaft. Ab 1946 entwickelte sich Kuwait zu einem der größten Erdölproduzenten. Am 19. Juni 1961 wurde Kuwait unabhängig, was der Irak nicht so recht akzeptierte; demzufolge kam es  immer wieder zu Grenzkonflikten.

Im Streit um ein Ölfeld marschierten am 2. Aug. 1990 irakische Truppen in Kuwait ein und das Land wurde annektiert, wobei zahlreiche Todesopfer zu beklagen waren und die Infrastruktur weitestgehend zerstört wurde. Nach erfolglosen diplomatischen Verhandlungen wurde Kuwait  im Verlaufe eines 5wöchigen 2. Golfkrieges von einer multinationalen Streitmacht mit UN-Mandat am 27. Feber 1991 befreit. Der Irak erkannte im Nov. 1994 die Unabhängigkeit des Landes an.

Bis 1991 war Kuwait eine absolute Monarchie unter der Herrschaft der Familie as-Sabah. Nunmehr ist es eine konstitutionelle Erbmonarchie. Der Emir ist sowohl weltliches als auch geistliches Staatsoberhaupt. Der Präsident der USIP ist ein Neffe des Emirs. Erst zwischen 1991 und 1996 wurde ein Parlament gebildet: interessant ist, dass Angehörigen des Militärs und der Sicherheitskräfte kein Wahlrecht zusteht.

Der Islam bestimmt alle Lebensbereiche der Muslime und somit auch die Sitten des Landes. Die linke Hand gilt in islamischen Ländern als unrein, weshalb es gilt, immer die rechte Hand zu benützen. Die Beziehungsebene prägt in Kuwait die geschäftlichen Beziehungen. Nicht die Sachebene ist für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse ausschlaggebend: die Persönlichkeit zählt mehr als das Produkt und letztlich ist die Sympathie entscheidend.

Willibald Liberda

Präsident d  ÖPOLSV

 

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