Schießen Sport

7. Grand Prix Jozef Zapedzki in Wroclaw / Polen

Wroclaw (Deutsch: Breslau), im Bild das Rathaus, Europas Kulturhauptstadt 2016 war von 25. bis 31. März 2019 Ziel der besten Schnellfeuerschützen

Jozef Zapedski, polnischer Schnellfeuerschütze und Olympiasieger 1968 Mexico-City und 1972 München ist Namensgeber dieser Veranstaltung.

In der Woche von 25. bis 31. März 2019 wurden in Wroclaw (Breslau) / Polen an vier Tagen zwei Bewerbe mit der Schnellfeuerpistole geschossen. In der Männerklasse gingen 13 Nationen mit insgesamt 41 Schützen an den Start. Vom ÖSB wurden mit Thomas Havlicek (BM.I-Leistungskader) und Christoph Tiefenthaler (Heereskader) zwei Schnellfeuerschützen nominiert. Es war mit Christian Reitz (GER), Jean Quiquampoix (FRA), Oliver Geis (GER) usw., praktisch alles an Schnellfeuerschützen, was die Szene aufzubieten hat am Start. Lediglich die Schützen aus dem asiatischen Raum fehlten.

Thomas Havlicek

Thomas Havlicek startete durch eine Ohrenentzündung und damit verursachten Kopfschmerzen gehandicapt in den ersten Bewerb. Trotz dieser widrigen Umstände gelang ihm ein passabler Einstand von 279 Ringen im ersten Halbprogramm. Beim zweiten Halbprogramm am nächsten Tag, ging es gesundheitlich wieder besser und das wirkte sich mit 284 Ringen auch entsprechend auf das Ergebnis aus. Gesamt 563 Ringen reichten für den 31. Platz.

Beim zweiten Wettkampf gab es noch eine Steigerung auf 565 Ringe (1. HP: 283 und 2. HP: 282 Ringe). Die 8- u. 6-Sekundenserien funktionieren schon ganz gut. „Zwicken“ tut‘s noch bei den 4-Sekundenserien – aber wir arbeiten dran, das zu verbessern und zu stabilisieren.

Für den ÖSB brachte die Teilnahme am GP mit 573 Ringen die Einstellung des Österreichischen Rekords mit der Schnellfeuerpistole durch Christoph Tiefenthaler.

v.l.n.r.: Thomas Havlicek; Olympiasieger Christian Reitz (GER) u. Christoph Tiefenthaler, Mitinhaber des Österr. Rekords mit der SFP;

Beeindruckend war das Ergebnis von Christian Reitz im zweiten Wettkampf, wo er in der Qualifikation 594 Ringe erreichte. Dieses Ergebnis liegt einen Ring über dem aktuellen Weltrekord. Aber auch wir können mit unserem Einstieg in die gerade angelaufene Schnellfeuersaison durchaus zufrieden sein.

… unsere Sportschützen der PSV Linz aus dem Jahr 1983; v.l.n.r.: Peter Strasser, Jozef Zapedski, Erich Rouha, Peter Kobluk und Sektionsleiter Walter Koren;

Noch ein Blick zurück. Im Oktober 1983 hielt Jozef Zapedski bei den Pistolenschützen der PSV Linz einen einwöchigen Trainingskurs ab. Zu dieser Zeit war ich neu im Polizei-Fünfkampfteam der BPD Linz und durfte einige Tage mittrainieren. Ich lernte damals Zapedski kennen und bekam meine ersten professionellen Tipps fürs Pistolenschießen vom Profi.

alle Fotos: Siegfried Reischl

S. Reischl

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