Triathlon

R. Winter bereits für Ironman Hawaii 2017 qualifiziert

Ironman Mallorca – Quali für Hawaii 2017

Vor dem Schwimmstart

Vor dem Schwimmstart

 

Am 24.9.2016 fand zum 3. Mal der Ironman auf  Mallorca in der Bucht von Alcudia statt. Reinhard Winter war angereist, um sich für die Weltmeisterschaften auf Hawaii zu qualifizieren. Unter schlechten Voraussetzungen im Vorfeld hat er es schließlich doch geschafft, dieses begehrte Ticket nach Hause zu holen. Wie der Wettkampf ablief und die persönlichen Eindrücke schildert er wie folgt:

Nach dem ersten Landgang

Nach dem ersten Landgang

 

 

„Am 24.9.2016 startete ich beim Ironman Mallorca. Das Rennen stand im Vorfeld unter keinem guten Stern. Seit meinem letzten Wettkampf in Walchsee, als ich mich bereits nicht mehr ganz fit fühlte, war ich die Zeit danach ständig müde. Mein  Beine waren schwer und die Parameter (Puls, Watt,…) passten nicht – ich konnte kaum trainieren. Es wurde mit der Zeit zwar leicht besser, aber so richtig fit fühlte ich mich nie; ich dachte schon an Übertraining. Als ich am Dienstag vorm Wettkampf auf der Insel landete hoffte ich, dass sich die Situation besserte und ich bis Samstag fit werde. Doch nichts passierte, Tag für Tag dieselbe Situation. Ich hatte kurzfristig überlegt, gar nicht zu starten und mich schließlich damit abgefunden, dass ich wohl unter ferner Liefen landen werde.

 

17_m-100738772-digital_highres-1373_006931-4156168Am Wettkampfmorgen dasselbe Bild, schwere Beine und erhöhter Puls. Das Schwimmen war schließlich trotz anfänglichem Verbotes nun doch mit Neo erlaubt – dies beruhigte mich etwas. Nach 1:02 Std kam ich auf der etwas längeren Strecke von 4 km aus dem Wasser. Nun aufs Bike auf die 180 Km Runde. Wie befürchtet kein Druck aufs Pedal – Erinnerungen von Hawaii letzten Jahres werden wach. Ich konnte auf der Ebenen nur 38 km/h fahren wo ich normalerweise 41-42 fahre. Und so wurde ich anfangs öfters überholt und hatte eigentlich schon resigniert. Ich fuhr ziemlich motivationslos weiter – das Streckenprofil wär an sich genau meins; darüber hinaus kenne ich hier die Straßen in- und auswendig. Die Kilometer vergingen und irgendwann war ich bei der Hälfte und hatte überraschenderweise nur 2:23 Std gebraucht (ca 38 Km/h Schnitt). Es wurden ab diesem Zeitpunkt witzigerweise die Beine immer besser und ab KM 100 kam die 20 Km lange Auffahrt nach Kloster Lluc. Ich hatte plötzlich ganz gute Beine und konnte mehrere AthletenInnen überholen. Ich war sehr erstaunt und hatte wieder richtig Spaß; die Abfahrt danach ließ ich es anständig krachen und unten angekommen waren es nur noch 40 km zur Wechselzone. Plötzlich setzte starker Regen und Gewitter ein. Das Wasser rann tlw in Bächen über die Straßen und man musste in den Kurven äußerst aufpassen, da es sehr rutschig war. Nach exakt 5 Std kam ich vom Radfahren zurück in die Wechselzone und fing ein wenig zu rechnen an, welche Zeit sich noch ausgehen könnte.

foto-24-09-16-14-24-05-1_editedDie ersten Schritte des Marathons liefen nicht so schlecht (~ 4:15 min / km). Nichts desto trotz hatte ich ständig das Gefühl einen Kloß am Bein zu haben. Es regnete die ganze Zeit über und es gab tiefe Pfützen zu durchqueren. Ich „hantelte“ mich von KM zu KM und als ich den Halbmarathon in 1:32 Std passierte rechnete ich immer wieder, wie langsam ich noch werden dürfe um etwa 3:10h zu laufen. In der 3. Runde dann die Info von einem Freund am Streckenrand, dass ich nach dem Radfahren 11. war und vor mir schon ein paar eingegangen wären. „Na gut“, dachte ich, dann wird sich vl ein Top10 Platz ausgehen?! Aber ich musste 5. werden um nach Hawaii zu fahren. Doch beim Laufen kann ich weit über meine Grenzen gehen und rannte fortan um mein Leben und mit der Marathonzeit von 3:09h erreichte ich die Gesamtzeit von 9:17 Std.

Ich stand nun im Ziel und wusste nicht was dies bedeuten würde; dementsprechend bescheiden emotional fiel auch mein Zieleinlauf aus. Kurze Zeit später dann die Info, dass ich 49. Gesamt (von 2.100) und 4. in meiner Altersklasse bin. Ich konnte es nicht fassen und war mehr als sprachlos. Es hat echt geklappt und ich fliege 2017 nach Hawaii. Nun habe ich ein Jahr Vorbereitungszeit und werde mein schlechtes Abschneiden vom Vorjahr wieder gut machen.

Dauerregen

Dauerregen

Im Ziel happy

Im Ziel happy

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Hawaii – Ticket