Schießen PPS

IPSC-Europameisterschaft 2016

Vom 2. – 9. Oktober 2016 wurde in Felsötarkany/Ungarn die IPSC-Europameisterschaft für Faustfeuerwaffen durchgeführt; neben der IPSC Weltmeisterschaft  handelt es sich dabei um die größte IPSC-Veranstaltung in Europa mit an die 1100 Teilnehmer/innen.

Felsötarkany ist ein kleiner Ort, ca 9 Km nordöstlich von Eger am Fuße des Bükk-Nationalparks.  Die IPSC-Austria entsendete 46 Teilnehmer/innen zur Europameisterschaft; alle 12 Mitglieder des BMI-Kaders – 10 Mitglieder der Sektion Schießen Großkaliber PPS des ÖPolSV und die 2 Trainer – stellten sich der über 1 Jahr dauernden Qualifikation. Qualifikationskriterien sind Top-Platzierungen bei internationalen Wettkämpfen im In- und Ausland und natürlich Topschütze in Österreich, da pro Klasse (Division) nur einige wenige Vertreter aus dem jeweiligen Land an den Start gehen können. Im Jahr 2015 gingen alleine 5 Staatsmeistertitel auf das Konto der BMI-Schützen/innen. Alle 12 Mitglieder des BMI-Leistungskaders erfüllten die Quali-Voraussetzungen und wurden von der IPSC-Austria zur EM entsendet.

BMI-Kader IPSC EM 2016

BMI-Kader IPSC EM 2016

Schon einige Tage vorher reisten die Kadermitglieder nach Ungarn, einerseits um die Registrierung der Waffen und die Waffenkontrolle durchzuführen, andererseits um die Schützen beim sog.“ PreMatch“ zu beobachten; beim „PreMatch“ starten alle Schiedsrichter, Helfer und Sponsoren und aus diesen Beobachtungen lassen sich dann wertvolle Erkenntnisse für den Bewerb gewinnen.

So wie alle Funktionäre und Schützen waren auch die Kadermitglieder in Eger einquartiert. Eger mit seinen ca 55.000 Einwohnern ist im Komitat Heves, ca 130 Km nordöstlich von Budapest gelegen und wird auch als Stadt des „Barocks und des Weins“ bezeichnet; Eger weist eine wunderschöne Altstadt und zahlreiche Sehenswürdigkeiten auf. Die Region ist bekannt für ihr trockenes Klima und den Weinanbau. Leider konnten wir vom trockenen Klima nicht wirklich etwas bemerken wie man aus den nachfolgenden Zeilen und den Fotos eindrucksvoll sehen kann.

Am Sonntag, den 2. Okt. 2016 fand um 16.00 Uhr auf dem Hauptplatz in Eger die feierliche Eröffnung der Europameisterschaft statt; alle Teilnehmer marschierten von der Basilika in EGER auf den Dobo-Platz; das Team Austria bildete die Spitze des Marschblocks und als Fahnenträger des Nationalteams stand der regierende Europameister, Gerald REITER aus dem BMI-Kader,  an der Spitze der österreichischen Delegation. Im Anschluss an die farbenprächtige Eröffnung marschierten die Teilnehmer noch auf die Burg Eger.

Unmittelbar nach Beendigung der Eröffnungszeremonie schlug das Wetter um, es begann leicht zu regnen und in der Nacht verstärkte sich der Regen.

Fahnentraeger Team Austria: Gerald Reiter

Fahnentraeger Team Austria: Gerald Reiter

Eröffnung: rechts vorne Österreich

Eröffnung: rechts vorne Österreich

Stageüberblick mit Dreck

Stageüberblick mit Dreck

Stage droht abzusaufen

Stage droht abzusaufen

Reini im Parcour

Reini im Parcour

Andi lacht, auch bei Sauwetter

Andi lacht, auch bei Sauwetter

Florian Weak Hand only

Florian Weak Hand only

Florian schießt durch die Öffnung

Florian schießt durch die Öffnung

Zibi auf dem Retourweg

Zibi auf dem Retourweg

Als am Montag um 07.00 Uhr das Main-Match startete, hatte es stark abgekühlt und der trockene, staubige Boden des Schießplatzes war weich, matschig und rutschig.

Das Main-Match war von Montag, dem 3. bis zum Freitag, den 8. Okt. 2016 angesetzt; 24 Stages mit einer Mindestschussanzahl von 460 Schuss waren aufgebaut.  Jeder Schütze im Main-Match hatte in 4 Halbtagen 6 Stages (Parcours) zu schießen und einen Tag Pause. In jeder Squad (Gruppe, die gemeinsam eine Stage absolviert) waren 16 Schützen. Die Schießzeiten waren von 07:00 – 18:00 Uhr festgelegt und es war von Anfang an klar, dass der Zeitplan sehr straff ausgelegt war.

Auf den ersten Blick sahen die Stages „relativ“ einfach aus, auch die Entfernungen schienen eher kurz zu sein, was aber durch die tiefen Buchten sicherlich täuschte.  Die 24 Schießbuchten waren zum Teil über 100 Meter lang (für Gewehrschießen ausgelegt) und die Targets (Papierscheiben), Popper und Plates (Metallziele) in den einzelnen Stages, meist zu Beginn der Bucht aufgebaut und wirkten somit „relativ“ nah. Aber gerade solche scheinbar einfachen Stages bergen eine gewisse Gefahr in sich, da die Schützen zu noch schnellerem und überhastetem Schießen verleitet werden und oftmals das saubere Zielen und Abziehen darunter leidet – man schaut nur noch flüchtig übers Korn, was dann oft zu fehlenden Treffern (sog. „Miss“) oder schlechten Treffern („Deltas“) führen kann.

Natürlich waren auch zahlreiche bewegliche Ziele eingebaut, unter anderem sog. „Swinger- oder Pendelscheiben“, fahrende Scheiben, die nach dem Auslösen von einer Seite auf die andere fahren oder sog. „Up- and down-Scheiben“, die nach dem Auslösen kurz sichtbar werden, dann aber wieder verschwinden.

Im Unterschied zu sonstigen Matches waren hier die zu beschießenden Targets weiß, die Penalty-Targets und Penalty-Stahlziele rot und die zu beschießenden Stahlziele gelb. Viele Scheiben waren zum Teil durch sog. „No-Shoot-Scheiben“ (Penalty-Targets) teilweise verdeckt.

An dieser Stelle muss ich einige Erläuterungen aus dem Regelwerk zum besseren Verständnis anbringen:

Jedes Target (Papierscheibe) muss mindestens 2 Treffer aufweisen, wobei ein Treffer in der Kernzone 5 Punkte beträgt; bei mehreren Treffern werden die 2 besten gezählt, Randtreffer zählen weniger. Pro fehlenden Treffer gibt es einen Punkteabzug von 10 Punkten.  Jedes Stahlziel (Popper, Plate) muss fallen, ansonsten werden ebenfalls 10 Strafpunkte abgezogen.  Werden Penalty-Targets und Penalty-Stahlziele irrtümlich beschossen, so hat dies pro Treffer einen Punkteabzug von 10 Punkten zur Folge. Die Kunst des sog. „dynamischen Schießens“ besteht eben darin, möglichst viele Treffer bei den einzelnen Stages zu erzielen und dabei möglichst schnell zu sein, da die Treffer durch die Zeit dividiert werden.

Der Stageaufbau, die Dekoration und Verzierung der einzelnen Stages wirkte eher nüchtern; hier hatte sich der Veranstalter offensichtlich keine besondere Mühe gegeben.

Elisabeth Strasser hockend

Elisabeth Strasser hockend

Eric Grauffel

Eric Grauffel

Gottfried Post in Action

Gottfried Post in Action

Gottfried wartet auf das Startsignal

Gottfried wartet auf das Startsignal

Günter in der Stage 2

Günter in der Stage 2

Jürgen in Action

Jürgen in Action

Jürgen schießt beim Gehen

Jürgen schießt beim Gehen

Manfred Winkler beim Stehendschießen

Manfred Winkler beim Stehendschießen

Margit im Parcour

Margit im Parcour

Auch unterschiedliche Schießtechniken und Schießpositionen wurden abverlangt; Schießen in der Bewegung und in unterschiedlichen Positionen sowie mit der schussschwachen und schussstarken Hand sind bei großen Wettkämpfen inzwischen schon Standard.

Die ersten Kaderschützen standen am Montag, kurz nach 06.00 Uhr noch bei Dunkelheit auf dem Schießplatz; pünktlich um 07:00 Uhr fiel der erste Schuss.

Schon am ersten Tag zeigte sich, dass der straffe Zeitplan nicht eingehalten werden kann; durch die schlechten Wetterbedingungen konnte das Schießen nicht wie geplant um 18.00 Uhr beendet werden und der eine oder andere Schütze musste die letzte Stage bei einbrechender Dunkelheit unter eigentlich irregulären Bedingungen schießen.

Einige Schützen des BMI-Kaders waren mit dem ersten Tag zufrieden, andere haderten noch, da die Abläufe noch nicht ganz rund waren.

In der Nacht auf Dienstag, den 4.10. 2016 hatte es wieder geregnet und die Bodenverhältnisse verschlechterten sich nochmals; am Nachmittag setzte dann noch Regen ein und die Europameisterschaft drohte im Schlamm zu versinken. Die Veranstalter waren auf Regen völlig unvorbereitet. Die Papierscheiben waren ungeschützt (ohne Regendach) der Witterung ausgesetzt und mussten fast nach jedem Schützen gewechselt werden. Die Zufahrtswege zum Schießplatz wurden zu einer Schlammpiste. Die den Schützen bei den einzelnen Stages vorgegebenen Laufwege verwandelten sich in rutschige Matsch- und Schlammschichten; schnelle Richtungswechsel, abrupte Bremsmanöver, aggressives Weglaufen und Drehbewegungen wurden zu einem Balanceakt; mit der geladenen Waffe bei diesen Verhältnissen möglichst schnell durch die Stages zu rennen glich einem Rennen auf einer Eisfläche. Durch den Dreck und Schlamm waren die gelben Metallziele, die normalerweise gut sichtbar sind, oftmals nur noch grau und so sehr schwer zu erfassen. Zum Teil hatten sich in den Stages auch Wasserlacken gebildet,  in die dann die beschossenen und umgefallenen Metallziele hineinfielen;  die Technik der beweglichen Ziele streikte fallweise, weil immer wieder Schlamm und Schmutz die Gelenke und Lager verlegte. Letztlich mussten sogar 2 Stages aus der Wertung genommen werden, da die Technik zum Teil versagte und die Bedingungen nicht für alle gleich waren. Es fehlte auch an entsprechenden Unterständen für die Schützen. Die Umstände waren teilweise grenzwertig und gefährlich.

Die Rangeofficers und Helfer leisteten schier Unmenschliches, konnten aber auch nicht verhindern, dass am Dienstag einzelne Squads statt der geplanten 6 nur 4 Stages absolvieren konnten, da der Zeitplan aufgrund der widrigen Witterungsverhältnisse derart im Verzug war, dass bei Einbruch der Dunkelheit das Schießen abgebrochen werden musste; die fehlenden Stages mussten daher am Samstag nachgeschossen werden.

Trotz dieser widrigen Witterungsverhältnisse waren alle BMI-Schützen noch gut im Rennen; natürlich waren die Zeiten bei diesen widrigen Verhältnissen langsamer.

Am Mittwoch um 07:00 Uhr ging es bei 3 Grad plus in den 3. Tag; die Stages waren zwar noch voller Schlamm, aber als kurz vor 08:00 Uhr die Sonne aufging, erhellten sich die Gemüter der Schützen ; leider handelte es sich nur um ein kurzes Zwischenhoch. Bei einigen Stages, die gegen Osten ausgerichtet waren, schossen die Schützen in Richtung der aufgehenden Sonne, was auch sehr gewöhnungsbedürftig ist. Am Nachmittag setzte dann wieder leichter Regen ein.

In der Nacht auf Donnerstag hat es wieder geregnet; die Schießstätte hatte sich in der Zwischenzeit in einen Schlammacker verwandelt. Beim Laufen zog es einem fast die Schuhe aus. Viele Schützen zogen sich daher Gummistiefel an.

Am Freitag in der Früh hatte der Regen zwar aufgehört, aber bei 2 Grad Außentemperatur galt es irgendwie die Finger warm zu halten, um beim Ziehen der Waffe noch ein entsprechendes Gefühl zu haben. Tagsüber kletterte das Thermometer zwar einige Grad nach oben, es blieb aber trotzdem ein kalter „Spätherbsttag“.

Der Großteil der Schützen konnte am Freitag das Match beenden; einige mussten aber am Samstag vormittags die fehlenden Stages nachschießen.

Als am Samstag um 18.00 Uhr in der Sporthalle in Eger die feierliche Abschiedszeremonie und Siegerehrung begann, waren die Strapazen schon fast vergessen.

Das österreichische Team und die Teilnehmer des BMI-Leistungskaders konnten sich über 3 Einzelmedaillen und 3 Mannschaftsmedaillen erfreuen und zählten damit zu einer der erfolgreichsten Nationen dieser Europameisterschaft. Als Fachreferent bin ich natürlich stolz, dass bei allen Medaillen Kadermitglieder des BMI-Leistungskaders maßgeblich beteiligt waren.

Europameister Revolver: Gerhard Reiter

Europameister Revolver: Gerhard Reiter

In der Revolver Division konnte Gerald REITER seinen Europameistertitel mit einem Vorsprung von fast 10 Prozent verteidigen; Gerald REITER – 5. bei der letzten Weltmeisterschaft in Florida – wusste, dass er der große Gejagte sein werde; schon am ersten Tag startete er hochkonzentriert in den Wettkampf und absolvierte die ersten 6 Stages fehlerfrei. Als ich ihn am vorletzten Tag – Gerald war souverän in Führung – auf die Titelverteidigung anredete, wollte er eigentlich kaum darüber reden; er meinte nur, am letzten Tag könne noch so viel passieren: Ein Waffengebrechen oder eine Disqualifikation kann man nie ausschließen. Am Freitag in der Früh – Gerald war doch etwas nervös – schoss er dann seine 1. Stage, einen sog. Medium-Course, souverän und die restlichen Stages brachte er „trocken“ und konzentriert nach Hause; im gesamten Match hatte Gerald kein „Miss“ (fehlender Treffer) und „Penalty“, lediglich 2 „Delta“ (Randtreffer). Das bedeutete den EUROPAMEISTER-TITEL und die erfolgreiche Titelverteidigung. In seinem Sog absolvierten auch die anderen 3 Mitglieder des österreichischen Revolver Teams einen hervorragenden Wettkampf.

Reinhard HANDL aus dem BMI-Kader wurde 6., Markus PACK vom Combat Club Dornbirn 7. und Robert KROISS des SC Sickinger 9. Somit holte sich das österreichische Revolverteam den Sieg und den EUROPAMEISTERTITEL. Noch nie war es einem österreichischen Revolverteam gelungen, einen Europameistertitel zu gewinnen.

In der Division Damen Standard konnte Christa HOCHHOLDINGER des BMI-Leistungskaders die Silbermedaille gewinnen und wurde somit Vizeeuropameisterin; schon bei ihrer 2. Großveranstaltung nach der WM in Florida/USA schaffte Christa das Podest und musste sich nur einer Schweizerin geschlagen geben. Christa hatte etwas verhalten begonnen, steigerte sich von Tag zu Tag und wuchs dann bei den letzten 6 Stages zur Höchstform. Dies zeigt auch die enorme mentale Stärke der noch jungen Schützin, von der wir in den nächsten Jahren sicherlich noch viel hören werden.

Gemeinsam mit Elisabeth STRASSER führte Christa HOCHHOLDINGER das österreichische Team im Damen Standard zum Vizeeuropameistertitel.

Elisabeth STRASSER, seit Jahren Mitglied des Nationalteams, wurde schließlich 12. bei den Damen und landete damit im 1. Viertel des Starterfeldes;  mit den Metallzielen hatte Lisi so ihre Probleme, da sie manchmal mehrere Schüsse auf Popper und Plates benötigte.

In der Division Herren Standard war klar, dass der Sieg nur über den Franzosen Eric GRAUFFEL führen kann; Eric, eine lebende Legende, dominiert den Schießsport schon beinahe 20 Jahre. Als regierender Weltmeister in der Production Division ist er heuer in die Standard Division gewechselt und setzt auch hier neue Maßstäbe; Eric GRAUFFEL wurde souverän Europameister.

Jürgen STRANZ aus dem BMI-Kader zeigte wiederum, dass er seit Jahren zur Weltspitze gehört; nach dem 17. Platz bei der WM in Florida wurde Jürgen bei der Europameisterschaft ausgezeichneter 10. in der Overall-Wertung (bei insgesamt 298 Starter in dieser Division); Jürgen konnte sogar einzelne Stages gewinnen bzw. sich ganz weit vorne platzieren, allerdings nicht diese Beständigkeit über alle 22 Stages wie etwa ein Eric GRAUFFEL aufweisen; leider blieben etwa bei einem Long-Course einmal 3 Popper stehen, was natürlich wertvolle Punkte kostete.

Gottfried POST, auch seit Jahren in seiner Klasse ständig im Spitzenfeld – er war 3. bei der vorletzten WM in Belgrad und 5. bei der letzten WM in Florida – ließ nichts anbrennen und wurde in seiner Klasse bei den Senioren Standard ausgezeichneter 2. (von insgesamt 62 Teilnehmern); Gottfried war selbst überrascht über die Silbermedaille, hatte er doch einige „Miss“ und „Penalty“ aufgerissen, aber Gottfried ist in seiner typischen Schießhaltung mit fast 58 Jahren im Parcour und beim Schießen noch immer so schnell, dass er so manchen Fehlschuss mit seiner Schnelligkeit wettmacht.

Die letzte Medaille des Teams AUSTRIA ging an die Mannschaft Damen Open; das Open-Team der Damen holte sich den 2. Platz.

Margit STEURER aus dem BMI-Kader trug ganz maßgeblich zum 2. Platz bei; Margit, die wegen einer Knieoperation lange nicht trainieren und aufgrund ihrer Verletzung heuer nur wenige Wettkämpfe bestreiten konnte, belegte im Einzel den ausgezeichneten 4. Platz, nur einige Zehntelpunkte hinter der Bronzemedaille. Am letzten Tag startete sie noch eine fulminante Aufholjagd, es reichte aber nicht mehr ganz zum Podest im Einzel. In Anbetracht ihrer Verletzung war Margit mehr als zufrieden.

Günther WEBER, ein Urgestein des IPSC-Schießens und seit Jahrzehnten fixer Bestandteil des Nationalteams, wurde in seiner Division Senior Open ausgezeichneter 7. bei einem Starterfeld von 73 Teilnehmern.

In der heiß umkämpften Production Division gingen 366 Schützen an den Start; diese Klasse hat in den letzten Jahren enormen Zulauf erhalten, dürfen doch nur Serienwaffen, die nicht speziell verändert werden dürfen und wo nur das Kaliber 9mm erlaubt ist, verwendet werden. Der Sieg ging hier an einen Gastschützen aus Amerika, nämlich Benjamin Thomas STOEGER; Europameister wurde der Spanier Eduardo de COBOS.

Andreas ORIOL des BMI-Kaders belegte im Overall den ausgezeichneten 30. Platz (in der EM-Wertung Platz 28 bei den Herren); Andi schoss ein fehlerfreies Match, dh keine „Miss“ und „Penalties“, lediglich einige „Deltas“. Von Anfang an schoss er hochkonzentriert, nahm nicht immer die Risikovariante, sondern war auf saubere, sichere Treffer bedacht, was sich letztlich bezahlt machte; er war auch der beste Österreicher im Production-Team.

Florian KENDLBACHER und Friedrich ZIEBART – Zibi ein Urgestein im IPSC-Schießen – sowie Walter HOCHHOLDINGER, Vater von Christa und ebenfalls Polizist,  bildeten das Production-Team in der Seniorenklasse; Florian und Zibi konnten sich im ersten Drittel in ihrer Klasse, Walter knapp dahinter platzieren. Leider haben sie mit der Mannschaft ganz knapp den 3. Platz verpasst und mussten sich der deutschen Equipe geschlagen geben.

Erfreulich ist auch, dass keiner der Schützen des Leistungskaders disqualifiziert wurde.

Reini beim Laden

Reini beim Laden

Reini beim Schiessen

Reini beim Schiessen

Gerald Reiter durch die Öffnung

Gerald Reiter durch die Öffnung

Zibi - kritischer Blick

Zibi – kritischer Blick

Christa Hochholdinger, Vizeeuropameisterin Damen/Standard

Christa Hochholdinger, Vizeeuropameisterin Damen/Standard

Medaillengewinner BM.I-Kader

Medaillengewinner BM.I-Kader

Europameister Revolverteam Österreich

Europameister Revolverteam Österreich

Goldmedaillengewinner Gerald Reiter und Reinhard Handl

Goldmedaillengewinner Gerald Reiter und Reinhard Handl

Gottfried Post - Silbermedaille Senior/Standard

Gottfried Post – Silbermedaille Senior/Standard

Als Fachreferent für Großkaliber und PPS möchte ich allen Teilnehmern/innen des BMI-Leistungskaders bei der IPSC-Europameisterschaft meinen Dank und meine Gratulationen aussprechen; die Mitglieder des Leistungskaders haben sich durchwegs im Spitzenfeld klassifiziert und ganz wesentlich zum Erfolg des österreichischen Nationalteams beigetragen.

Das Leistungsniveau im IPSC-Schießen steigt von Jahr zu Jahr; die Top-Schützen sind meist Profis, die vom Schießsport leben und von Firmen aus dem Umfeld der Waffenindustrie gesponsert werden; umso mehr ist die Leistung der Kaderschützen des BMI, aber auch aller anderen des österreichischen Nationalteams, zu bewundern und ihnen höchster Respekt zu zollen, werden doch viel Freizeit und Geld investiert, um Topleistungen zu bringen.

An dieser Stelle möchte ich mich auch beim Dienstgeber – dem Bundesministerium für Inneres – für die hervorragende und tatkräftige Unterstützung bedanken und kann versprechen, dass wir auch in Zukunft alles unternehmen werden, um die österreichische Polizei bestmöglich zu vertreten.

Den Kadermitgliedern darf ich  jetzt schon eine erfolgreiche Qualifikation für die Weltmeisterschaft im IPSC-Schießen 2017 in Frankreich wünschen.

Der Fachreferent:
Paul Pirchner